Zuschüsse für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant offenbar ein milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige. Das melden Zeitungen. Selbstständige ohne Angestellte und andere Kleinstfirmen sollen mit mindestens 40 Milliarden Euro unterstützt werden. Geplant sind direkte Zuschüsse und Darlehen. Infos hier

3. "Round Table"

Am 18. März fand auf Einladung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop der 3. "Round Table" (per Video- und Telefonkonferenz) in Sachen wirtschaftliche Auswirkungen durch das Coronavirus statt.

Teilnehmer waren wiederum die Spitzenvertreter der Wirtschaftsverbände, die Investitionsbank Berlin (IBB), die Bürgschaftsbank, Vertreter der Wirtschaftsbanken und andere. Selbstverständlich waren der DEHOGA Berlin und visitBerlinvertreten

Frau Senatorin Pop berichtete über den Schutzschirm für die Berliner Wirtschaft und über die bisherigen Aktivitäten (über diese hatten wir über unsere Homepage bereits gestern informiert).

Die IBB Bank berichtete über die Fortschritte in Sachen Kreditanträge und dass die diesbezüglichen Kriterien für die Anträge auf der Homepage der IBB stehen.

Die Kredite für wirtschaftlich gesunde Unternehmen mit Liquiditätsengpässen können ab dem 19. März (9 Uhr) ausschließlich online beantragt werden. Die Unternehmen müssen mindestens 3 Jahre am Markt sein. Die Auszahlungen sollen binnen 3 Tage erfolgen.

Stellen Sie die Anträge unter folgendem Link: Liquiditätshilfen BERLIN

Anschließend berichteten Vertreter von der Agentur für Arbeit, visitBerlin und NGG über die aktuelle Lage und Aktivitäten Ihrer Organisationen.

Christian Andresen (Präsident DEHOGA Berlin) wies ausdrücklich darauf hin, dass die Hotel- und Gastronomiebranche jetzt nicht nur Überbrückungskredite erwartet sondern Soforthilfen, mindestens nach dem Beispiel in Bayern. Darüber hinaus müsse es jetzt schnellstmöglich eine Aussage in Sachen Mietbürgschaften geben, von wem diese auch immer gewährt werden (Bund oder Land). Die Aussagen von Herrn Andresen wurden seitens der IHK ausdrücklich unterstützt.

Die Lage in unserer Branche ist katastrophal, wir steuern auf einen Totalschaden hin! Wenn es zu diesen Soforthilfen nicht kommt, werden eine Vielzahl von Unternehmen kurzfristig Insolvenz anmelden! Dieser "Round Table" war für unsere Branche sehr ernüchternd.

Frau Pop sagte zu, sich unseren Forderungen nochmals anzunehmen und diese auf Landes- und Bundesebne zu besprechen. Sie sagte aber auch, dass das Land Berlin alle Forderungen alleine nicht stemmen kann.

Weitere Stichpunkte vom Inhalt des "Round Tables": die Agentur für Arbeit arbeitet unter Hochdruck an einer besseren Erreichbarkeit (Probleme bereiten allerdings auch die Telekommunikationsunternehmen, deren Netze oft „zusammen brechen“, die Arbeit von der Agentur für Arbeit wird kurzfristig auch von den Mitarbeiter*innen von visitBerlin und Berlin Partner unterstützt, Kurzarbeitergeld soll nach Antragsstellung binnen einer Woche ausgezahlt werden (die Prüfungsverfahren sind sehr schlank, es kommt zu schnellen Genehmigungen), in Sachen Kurzarbeitergeld wird morgen vom DEHOGA Berlin ein Video gedreht, in dem alle Branchenfragen beantwortet werden (kommt dann kurzfristig „ins Netz“), auf Bundesebene wird geprüft, ob es möglich gemacht werden kann, dass Unternehmen anderen Unternehmen Personal zu Verfügung stellen (zum Beispiel Hotellerie an Einzelhandel).

Berlin Partner und visitBerlin berichteten über Unterstützungsmaßnahmen für von der Krise betroffene Unternehmen. Berlin-Partner-Hotline: 030. 46302440, IBB-Hotline: 030. 21254747, visitBerlin-Hotline: 030. 264748886

Liquiditätsengpässe wegen Coronavirus - Anträge für Unterstützung für Berliner Unternehmen ab 19. März 2020 möglich

Dazu wird der Senat ein Volumen von bis zu 100 Mio. EUR an Überbrückungskrediten über die IBB bereitstellen. Zu diesen Mitteln werden bisher ausgeschlossene und nun sehr stark betroffene Branchen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistung (z.B. Clubs) Zugang erhalten. Infos hier

Schutzschirm für die Berliner Wirtschaft und Arbeitsplätze

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus stellt Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Absolute Priorität hat, Menschen zu schützen und Leben zu retten. Solidarität und Zusammenhalt sind jetzt das Wichtigste. Die Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereits mit großer Härte von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Wir werden alles dafür tun, um Existenzen zu retten und dass Arbeitsplätze nicht verloren gehen. Wir spannen einen Schutzschirm für die Berliner Wirtschaft.

Wir handeln schnell und ergreifen in Abstimmung mit unseren Partnern Gegenmaßnahmen. Mit Bund und Ländern haben wir uns darauf verständigt, wirtschafts- und finanzpolitisch in drei Stufen zu agieren:

  • In einem ersten Schritt gilt es, schnell und gezielt den Unternehmen zu helfen, die unmittelbar von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sind, um Unternehmensinsolvenzen und Entlassungen vorzubeugen.
  • Diese Maßnahmen müssen in einem zweiten Schritt mit aller Konsequenz und mit dem nötigen Mitteleinsatz so lange durchgehalten bzw. eventuell ausgeweitet werden, wie es notwendig ist, um die angestrebte Stabilisierung der Wirtschaft zu erreichen.
  • In einem dritten Schritt brauchen wir ergänzend Maßnahmen zur konjunkturellen Stabilisierung, um nach Abklingen des Coronavirus die Wirtschaft wiederzubeleben.

Maßnahmen Berlins

1. Schadensersatz
Bei Tätigkeitsverboten sowie bei Fällen von Quarantäne werden für Verdienstausfälle Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz zahlen.

2. Steuererleichterungen
Kulanz der Finanzämter: Die Finanzämter handhaben Absenkungen der Steuervorauszahlungen unbürokratisch. So wird betroffenen Unternehmen sofort Liquidität kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus haben Unternehmen bei Liquiditätsengpässen die Möglichkeit der Stundung von Steuerforderungen. Auch diese werden in der derzeitigen Situation unbürokratisch abgewickelt. Stundungen können sogar zinslos erfolgen.

3. Expressbürgschaften
Wir verdoppeln bei der Bürgschaftsbank den Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro. Der Bund erhöht seinen Risikoanteil bei den Bürgschaftsbanken um 10 % und somit deren Fähigkeit Bürgschaften zu vergeben, da sich ihr Risikoanteil um 10 Prozent reduziert.
Im Rahmen des Bürgschaftsexpressprogramms kann die Bürgschaftsbank Entscheidungen über Bürgschaften ab sofort bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen. Auch bei Betriebsmittelkrediten kann der Bürgschaftsrahmen von 80 % ausgeschöpft werden.
Im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms können Betriebsmittel­finanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Mio. Euro und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 % vom Bund abgesichert werden.

4. 100 Millionen € für Liquiditätshilfen
Mit dem Liquiditätsfonds besitzt Berlin ein etabliertes Instrument, um kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund von Forderungsausfällen oder vorübergehenden Umsatzeinbrüchen eine kurzfristige Liquiditätshilfe benötigen.
Um allen von der Coronakrise betroffenen Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu können, öffnen wir den Liquiditätsfonds vorübergehend für alle kleine und mittlere Unternehmen bis 250 MitarbeiterInnen einschließlich der Freien Berufe, auch für Clubs und Restaurants. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 500.000,00 €. Wir vereinfachen und beschleunigen das Antrags- und Bewilligungsverfahren.
Um möglichst viele Unternehmen zu unterstützen, erhöhen wir den Ermächtigungsrahmen für die IBB zur Aufnahme von Mitteln für die Liquiditätshilfen um 100 Mio. €, ggf. später auf 200 Mio.

Maßnahmen des Bundes

1. Anpassung der Regeln des Kurzarbeitergelds

  • Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bei Kurzarbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns.
  • Absenken des Quorums der im Betrieb Beschäftigten, die vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, auf bis zu 10 % (statt wie bisher 30 %)
  • Teilweiser oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Ermöglichung des Kurzarbeitergeldbezugs auch für Leiharbeitnehmer.
  • Vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge

Durch diese Maßnahmen werden – wie bei der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 – Unternehmen kurzfristig von Kosten entlastet und in die Lage versetzt, ihre Stammbelegschaft zu halten, um nach Abklingen der Krise sofort wieder leistungsbereit zu sein.

2. Liquiditätshilfen

  • Die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit – Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert.
  • Der „KfW Kredit für Wachstum“ wird umgewandelt und künftig für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich (bisher nur Innovation und Digitalisierung) zur Verfügung gestellt.

3. Zusätzliche Sonderprogramme

  • Die KfW wird Sonderprogramme für Unternehmen auflegen, die keinen Zugang zu bestehenden Förderprogrammen haben.
  • Zur Umsetzung wird die Bundesregierung die KfW in die Lage versetzen, die Programme entsprechend auszustatten; Garantierahmen von rund 460 Milliarden Euro kann – sofern erforderlich – zeitnah um bis zu 93 Milliarden Euro erhöht werden.
  • Exportkreditgarantien (sog. Hermesdeckungen) werden gewährt, flankiert durch KfW-Programme zur Refinanzierung von Exportgeschäften.

4. Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.9.
Das heißt, es gibt keine Verpflichtung jetzt unmittelbar Insolvenz zu beantragen. Ziel ist es, Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Als Vorbild hierfür dienen Regelungen, die anlässlich der Hochwasserkatastrophen 2002, 2013 und 2016 getroffen wurden.

Leitfaden für Unternehmen

Wir stehen im engen Austausch mit den Kammern und Verbänden. Unter Einbeziehung der für den Berliner Mittelstand wichtigsten Kreditinstituten wurde eine gemeinsame Kommunikation mit fünf Schritten zur Orientierung der Wirtschaft vereinbart, um die optimale Nutzung der Hilfen des Bundes und des Landes Berlin zu sichern:

1.     Hausbank kontaktieren: Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte als erster Schritt zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden. Über Ihre Hausbank können Sie auch die Bundeshilfen der KfW beantragen. Mehr dazu unter: www.kfw.de

2.     Bürgschaftsbank kontaktieren: Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank besichert werden. Webseite der Bürgschaftsbank

3.     Kurzarbeit beantragen: Wenn Ihr Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten.
weitere Informationen zur Beantragung von Kurzarbeit

4.     Steuerstundung verhandeln: Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater über die Möglichkeit von Steuerstundungen.

5.     Liquiditätshilfe Sonderfall Corona: Mit den Liquiditätshilfen BERLIN richtet sich die IBB an etablierte Unternehmen mit Liquiditätsengpässen. Wir öffnen das Darlehensprogramm für weitere von der Corona-Epidemie betroffene Branchen.

Alle Informationen auch hier.

Leitfaden für Selbstständige

Im Prinzip gelten für Selbstständige nicht grundlegend andere Regeln. Die richtigen Schritte sind:

1.     Infektionsschutzgesetz: In Quarantänefällen besteht für Selbstständige Ersatzanspruch nach § 56 Infektionsschutzgesetz. Die Entschädigung kann bis zu drei Monate nach der Einstellung der Tätigkeit beim Gesundheitsamt beantragt werden.

2.     Hausbank: Selbstständige sollten mit ihrer Hausbank in Kontakt treten. Über diese kann auch die im Bund beschlossene ausgeweitete Liquiditätshilfe der KfW abgerufen werden.

3.     Steuerlast reduzieren: Finanzämter werden angewiesen, Steuern zu stunden um Liquidität bei Selbstständigen und Unternehmen zu belassen. Steuervorauszahlungen können außerdem unbürokratisch reduziert werden. Bis zum Ende des Jahres verzichten Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen, wenn Bezug zur Corona-Pandemie besteht.

4.     Grundsicherung für Selbstständige: Nach SGB II können Selbstständige mit unzureichendem Einkommen beim Jobcenter Grundsicherung beantragen. Dabei gilt anders als beim ALG II keine Obergrenze für geleistete Arbeitsstunden. Die Bundesanstalt für Arbeit hat zugesagt, unbürokratisch Anträge etwa auch per Telefon entgegen zu nehmen.

5.     Eine Aufnahme von Selbstständigen in die Regelungen zur Kurzarbeit wird aktuell vom Bund geprüft.

6.     Notfallfonds: Der Bund erarbeitet darüber hinaus einen Notfallfonds, der sich auch an Selbstständige richtet. Details werden zeitnah vom Bund veröffentlicht.

Am 16. März fand ein weiterer "Round Table" in Sachen Liquiditäts-Hilfsfond statt.

Teilnehmer waren der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Finanzsenator Kollatz, Wirtschaftssenatorin Pop, Vertreter von Handel Berlin Brandenburg, Bürgschaftsbank, KFW, IHK und selbstverständlich der DEHOGA Berlin, vertreten durch seinen Präsidenten Christian Andresen.

Seitens des Senates wurde zugesagt, dass es jetzt zu sehr schnellen und unbürokratischen Liquiditätshilfen in Höhe von 100 Millionen Euro für die durch die Corina Krise betroffenen Unternehmen kommt.

Schon am kommenden Mittwoch werden die entsprechenden Kriterien für die Beantragung der Kredite veröffentlicht. Die Kredite sollen zunächst einmal zinslos für 6 Monate gewährt werden.

Dies gibt dem Senat und den Betrieben Zeit, über die weitere Sanierungsschritte zu beraten.

Liquiditäts-Hilfsfond

Gestern traf sich der Arbeitskreis „Liquiditäts-Hilfsfond“ in den Geschäftsräumen der Investitionsbank Berlin (IBB).

Der Teilnehmerkreis (Vertreter Senatsverwaltung für Wirtschaft, IBB, Bürgschaftsbank, Volksbank, Sparkasse, Berlin Partner, visitBerlin, Handel Berlin Brandenburg, DEHOGA Berlin) wurde durch Vertreter der Geschäftsbanken Deutsche Bank und Commerzbank erweitert.

Die IBB und die Senatsverwaltung für Wirtschaft berichteten über den Sachstand zur Eröffnung des Liquiditätsfond und diesbezügliche Möglichkeiten.

Schon heute trifft sich ein kleinerer Arbeitskreis, bestehend aus Berlin Partner und den Banken, um eine Checkliste beziehungsweise Kriterien für die Beantragung von Überbrückungskrediten zu erarbeiten. Ziel ist es, einen einheitlichen Kriterienkatalog für alle Banken zu erstellen.

Schon nächste Woche sollen entsprechende Information herauszugeben werden, die Auskünfte darüber geben, wie, wann und wo die Kredite beantragt werden können.

Es werde ein vereinfachtes, schnelles und möglichst unbürokratisches Verfahren geben, so das Versprechen der Senatsverwaltung für Wirtschaft.

Folgende Handlungsempfehlung seitens des DEHOGA Berlin: Sie sollten den vorläufigen Jahresabschluss 2019, eine Summen- und Saldenliste, eine BWA sowie eine Liquiditäts-Planung vorliegen haben oder unbedingt kurzfristig anfertigen – sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Steuerberater. Sobald uns weitere Informationen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren. 

Am 9. März 2020 fand der zweiter Round Table zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus unter Federführung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop in der IBB statt.

Teilnehmer*innen waren der Finanzsenator Matthias Kollatz, die Vertreter*innen der Investitionsbank Berlin, der Wirtschafts- und Unternehmensverbände wie visitBerlin, Berlin Partner, Handelsverband Berlin-Brandenburg und der DEHOGA Berlin. Neu hinzugekommen sind die Sparkasse, Volksbank und die Bürgschaftsbank.

Bevor über erste Ad-hoc-Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft beraten wurde, berichteten die Vertreter der Wirtschaft von Ihren Mitgliedern. In allen Branchen gibt es nicht nur aktuell sondern auch für die kommende Monate erhebliche Einbußen. Der Präsident des DEHOGA Berlin ging nochmals kurz auf die hier jüngst veröffentlichte Umfrage und berichtete auch aus seinem eigenen Unternehmen. Die Betriebe aus dem Hotel- uns Gaststättengewerbe sind massiv betroffen und haben erhebliche Liquiditäts- und Ertragsprobleme. Dies ist ein erstes Bild, welches mit zunehmender Dauer auch die Zulieferer betreffen wird. Es ist wichtig, dass den Betrieben kurzfristig und unbürokratisch geholfen werde. Christian Andresen unterstrich nochmals die Forderungen seitens des DEHOGA Berlin: Aussetzung der Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsstern, Absenkung der Mehrwertsteuer für Speisen auf 7%,  staatliche Investitionshilfen (aus der City Tax) sowie schnelle Liquiditätshilfen (unbürokratische Bürgschaften für Betriebsmittelkredite). Ausdrücklich begrüßte er die Erleichterungen und Verbesserungen im Bereich von Kurzabeitergeld.

Auch Her Kieker (CEO visitBerlin) berichtete ebenfalls von erheblichen Einbußen bei seinen Umsätzen (u.a. Welcome Card). Ein Frühindikator für den Tourismus sind seit Jahren die Flugbuchungen, die sich ebenfalls sehr schlecht darstellen. Auch die Lage im Bereich Convention in Berlin ist von enormen Stornierungen und Rückgängen bei Buchungen betroffen.

Seitens der Senatsverwaltung für Wirtschaft wurde zugesagt, mit der IBB einen Liquiditätsfonds für die Branchen Hotel, Gastronomie und Handel zu öffnen und die Mittelbeantragung deutlich zu vereinfachen. Die IBB wird hierzu kurzfristig über ihre Homepage und über ihre Hotline über Unterstützungsmöglichkeiten informieren.

Ein erster Schritt wird sein, den Bedarf an Fördermitteln für die Branchen zu ermitteln. Diesbezüglich trifft sich bereits am Mittwoch (1. März) ein Arbeitskreis (Verbände, IBB, und Banken). Der nächste „Round table“ ist für den 11. März terminiert.

Die Bundesregierung muss jetzt auch weiter tätig werden. Die Ankündigungen zu Liquiditätshilfen sind leider vage und unbestimmt. Wir brauchen branchenspezifischen Lösungen. Die Länder benötigen zügig weitere Instrumente zur Unterstützung und dürfen nicht allein gelassen werden.

Quelle: DEHOGA Berlin

Zweiter Round Table zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus am 9. März 2020.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop lud heute zum zweiten Round Table ein, um über erste Ad-hoc-Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft zu beraten.

Teilnehmer*innen waren Vertreter*innen der Wirtschafts- und Unternehmensverbände, der Investitionsbank Berlin, Visit Berlin, Berlin Partner, Handelsverband Berlin-Brandenburg und der DEHOGA. Neu hinzugekommen sind die Sparkasse, Volksbank und die Bürgschaftsbank.

Senatorin Pop: „Wir sehen auch in Berlin, dass in einigen Branchen eine angespannte Situation vorherrscht. Wir nehmen die Unsicherheit der Unternehemen ernst. Wir haben uns vorbereitet und werden zügig Ad-hoc Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg bringen. So werden wir gemeinsam mit der IBB den Liquiditätsfonds für die Branchen Hotel, Gastronomie und Handel öffnen und die Mittelbeantragung deutlich vereinfachen. Die IBB wird hierzu über die Homepage und über ihre Hotline über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Ich möchte allen Akteuren ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit danken, gemeinsam ziehen wir an einem Strang.

Gut, dass jetzt auch die Bundesregierung tätig wird. Die Öffnung des Kurzarbeitergeldes ist eine erste richtige Maßnahme. Die Ankündigungen zu Liquiditätshilfen sind leider vage und unbestimmt. Wir brauchen branchenspezifischen Lösungen. Die Länder benötigen zügig weitere Instrumente zur Unterstützung und dürfen nicht allein gelassen werden. Über die Ad-hoc-Maßnahmen hinaus, wird mit der Bundesregierung zu beraten sein, in einem nächsten Schritt Investitionsprogramme für die betroffenen Branchen zu entwickeln.“

Rückfragen: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, E-Mail: pressestelle​[at]​senweb.berlin.de

Auf Einladung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop fand am 3. März 2020 ein erster „Round Table“ in Sachen wirtschaftliche Auswirkungen durch das Corona Virus statt.

Bei diesem Treffen, welches ab sofort regelmäßig stattfindet, wurden Unterstützungsbedarfe und –möglichkeiten besprochen, um kurzfristig die Auswirkungen auf die Wirtschaft zu ermitteln und so weit wie möglich abzufedern.

Teilnehmer waren die wichtigsten Wirtschaftsverbände (DEHOGA, UVB, Handel), die IHK, die HWK, Berlin Partner, die Investitionsbank  und natürlich visitBerlin sowie Senatsvertreter (neben Frau Pop auch der Finanzsenator Kollatz).

Noch sind die Auswirkungen von Corona auf Berlin schwer abzuschätzen. Sollte die Epidemie länger andauern, wäre das eine Angelegenheit von gesamtstaatlicher Bedeutung, dann erwartet Berlin auch konkrete Hilfen durch den Bund.

Absolut wichtig ist es jetzt, dass keine Panik verbreitet wird, es darf nicht zu weiteren Kettenreaktionen kommen (Veranstaltungsabsagen, erliegen des Reiseverkehrs).

Der DEHOGA Berlin forderte unmissverständlich, dass unserer Branche kurzfristig geholfen wird, zum Beispiel durch

  • Bildung eines Hilfs-/Krisenfonds aus Mitteln der City Tax
  • Schnelle Liquiditätshilfen
  • Unbürokratische Bürgschaften für Kredite an stark betroffene Betriebe (Betriebsmittelkredite)
  • Aussetzung oder Verlängerung der Fristen für die Gewerbe- und Körperschaftssteuer-Vorauszahlungen

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft wird die verschiedenen Möglichkeiten kurzfristig prüfen. Das nächste Treffen findet bereits am nächsten Montag (9. März) in der Investitionsbank statt.