Montag, 09. Januar 2012
IKK-Versicherte profitieren von neuem Strukturvertrag mit brandenburgischen Zahnärzten
Mit einem innovativen Strukturvertrag zur Endodontie öffnen die Kassenzahnärztliche Vereinigung Brandenburg (KZVLB) und die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK) jetzt neue Wege zu modernen Wurzelkanalbehandlungsmethoden auch für gesetzlich Versicherte.
Gesetzlich IKK-Versicherte können ab sofort in teilnehmenden brandenburgischen Zahnarztpraxen modernere, aufwändigere Wurzelbehandlungsverfahren nutzen, die als Nicht-Kassenleistung privat abgerechnet werden. Neu ist: Sie verlieren durch die besondere Vereinbarung von IKK und KZVLB dadurch nicht gleichzeitig ihren Anspruch auf Zuschuss von der IKK in Höhe der gesetzlichen Leistung.
Damit wird - so ein erstes Fazit beider Vertragspartner - bei einer sehr weit verbreiteten zahnärztlichen Leistung, die methodisch ständig weiter entwickelt wird, das bislang übliche Zuzahlungsverbot der gesetzlichen Krankenversicherung in sinnvoller Weise überwunden. Gesetzlich Versicherte erhalten so Zugang zu moderneren, teureren Behandlungsmethoden und werden von ihrer gesetzlichen IKK dabei finanziell unterstützt.
„Unabhängig von den erweiterten Möglichkeiten für IKK-Patienten ist aber sichergestellt, dass auch unseren Versicherten vom teilnehmenden Zahnarzt in jedem Fall die normale Versorgung angeboten wird, wenn sie die sonst notwendigen Zuzahlungen nicht leisten können oder wollen", betont Enrico Kreutz – Vorstand der IKK Brandenburg und Berlin – abschließend als besonderes Anliegen der Krankenkasse.
Hintergrund
Rainer Linke, stellvertretender Vorsitzender der KZVLB, erläutert den Hintergrund des Strukturvertrages:
„Das Gebiet der zahnärztlichen Behandlung von geschädigten, entzündeten Nerven in den Wurzelkanälen (Endodontie) entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten weiter. Zunehmend schonende und vor allem nachhaltig erfolgreiche Methoden kommen zum Einsatz, die aber teilweise äußerst aufwändig und damit teurer sind als Standardmethoden. Der Vorteil: Mussten früher viele Zähne nach einer Wurzelbehandlung über kurz oder lang doch gezogen werden, so können heute immer öfter so behandelte Zähne langfristig erhalten werden. Davon profitieren Patienten und ihre Kassen gleichermaßen, wenn teurer Zahnersatz vermieden werden kann. Der Nachteil: Neuartige Methoden sind meist (noch) nicht im GKV-Leistungskatalog verankert; die Kosten in solchen Fällen mussten GKV-Versicherte bislang in voller Höhe selbst tragen.
Für IKK-Versicherte im Land Brandenburg ändert sich das jetzt: Die IKK beteiligt sich künftig an den Kosten der aufwändigeren Privatbehandlung in der Höhe, die sie sonst als Kassenleistung übernommen hätte."
Seit Vertragsstart am 01.10.2011 wurden zunächst die brandenburgischen Vertragszahnärzte informiert. Bis Jahresende 2011 haben sich bereits in der Anlaufphase 25 für eine Teilnahme an dem Vertrag entschieden. Eine regelmäßig aktualisierte Liste der teilnehmenden Praxen finden Patienten unter www.kzvlb.de (Tel.: 0331. 2977-101) oder unter www.ikkbb.de bzw. gebührenfrei am IKK-Servicetelefon unter 0800. 8833244.
Kontakt:
Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB)
E-Mail: michael.zinnow@kzvlb.de
IKK Brandenburg und Berlin
E-Mail: gisela.koehler@ikkbb.de
Quelle: Gemeinsame PM der IKK Brandenburg und Berlin mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Brandenburg (KZVLB) 01/2012
















































